obs/Sanofi Pasteur MSD GmbH

Gartenarbeit und seine Gefahr: Im Frühjahr und Sommer herrscht Hochsaison für Hobbygärtner. Blumen werden gepflanzt, Unkraut wird gejätet, Rasen bearbeitet. Bevor jedoch die Verschönerung des Gartens beginnen kann, sollte der eigene Impfpass kontrolliert werden.

BG ETEM

Arbeitsunfall: Die Hände waren 2014 das bei einem Arbeitsunfall am häufigsten verletzte Körperteil. Das geht aus der aktuellen Unfallstatistik der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) hervor.

Die Regierung in Puerto Rico sorgt Anfang Mai für Schlagzeilen: Nachdem in anderen US-Bundesstaaten langwierige Debatten zum Thema anstehen, wurde in Puerto Rico – nichtinkorporiertes Staatsgebiet der USA – kurzerhand die medizinische Verwendung von Cannabis freigegeben. Gouverneur Alejandro Garcia Padilla unterzeichnete, unterstützt durch das Repräsentantenhaus, eine Exekutivordnung, die genau das besagt. In den kommenden Monaten werden vom Gesundheitsministerium Regularien erlassen, welche die genauen Bedingungen festlegen sollen. Auch Deutschland will die Regelung für den Bezug von medizinischem Cannabis ändern.

Die Bundesregierung ist gefragt

In Deutschland steht das Thema Cannabis-Legalisierung nicht zuletzt bei den Regierenden in Berlin in den letzten Monaten regelmäßig auf der Tagesordnung. Und es tut sich was: Die Bundesregierung wird von Parteien und Ländern aufgefordert, die Gesetzte zu ändern. Menschen, denen Cannabis zu medizinischen Zwecken dienen kann, soll der Bezug in Zukunft erleichtert werden. Momentan bedarf es einer Ausnahmeerlaubnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Diese gilt ausschließlich für Patienten, für die keine weiteren Alternativen in der Behandlung bestehen. Auch in anderen Ländern, etwa Großbritannien, ist das einzig erhältliche cannabishaltige Medizinprodukt momentan Sativex (GW/Almirall). Die eingeschränkte Indikation ermöglicht nur wenigen Patienten die Behandlung. Das Gesetz soll nun dahingehend geändert werden, dass Cannabisextrakt und -blüten als verkehrs- und verschreibungspflichtige Betäubungsmittel für die Regelversorgung von Schmerz- und Palliativpatienten zugelassen werden. Damit soll die medizinische Verwendung von Cannabis in Zukunft einfacher gestaltet werden. Ginge es nach der Drogenbeauftragten der Regierung, Marlene Mortler, und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, sollen die Kosten für eine solche Behandlung bald auch von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Das Vorhaben wird derzeit von der Bundesregierung geprüft. Noch radikaler sind deren Kollegen von den Grünen. Dort werden schon länger Stimmen laut, die eine weitreichende Legalisierung fordern.

Medizinische Wirkung von Cannabis

Zu den wesentlichen Inhaltsstoffen von Cannabis gehören Delta9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Diese entstehen zum Großteil erst beim Erhitzen, weshalb das Rauchen, Kochen oder Verdunsten des Gewächses praktiziert wird. Verwendet werden die Blüten der weiblichen Hanfpflanze, die abgeschnitten und getrocknet werden. THC und CBD wurden eine schmerzlindernde, entzündungshemmende und nervenschützende Wirkung nachgewiesen. Während THC stark psychoaktiv wirkt, ist diese Reaktion bei CBD kaum zu beobachten. Weitere rund 600 Substanzen sind weitgehend noch nicht erforscht. Das medizinische Potenzial von CBD wird hingegen schon seit Jahren erforscht. In der Krebsforschung, zum Beispiel bei der Behandlung von Gehirntumoren, bei Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder in der kardiologischen Forschung vermelden Mediziner regelmäßig Erfolge. Schon länger erprobt ist der Einsatz von medizinischem Cannabis in der Behandlung von multipler Sklerose, Aids, Despression oder Glaukomen. Die Symptome vieler weiterer Krankheiten konnten dank des Einsatzes der Pflanze nachweislich gelindert werden. Weitere

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Cannabis sativa

Bildrechte: Flickr Cannabis sativa M a n u e l CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Unsere Schlagzeilen werden immer wieder von augenscheinlich besonders dramatischen Krankheiten bestimmt, die massiv mit der Angst der Menschen spielen. Andere Erkrankungen, die ein deutlich höheres Aufkommen haben, finden oft in Ermangelung an möglichst spektakulären Schlagzeilen keine öffentliche Lobby. Das gilt inzwischen sogar für HIV und AIDS. Noch weniger Aufmerksamkeit finden sogar einige Formen der viralen Lebererkrankungen wie Hepatitis C. Dabei ist deutschlandweit mit einer relativ hohen Dunkelziffer zu rechnen. Auch im Landkreis Düren und den umliegenden Landkreisen gibt es jedes Jahr konstante Zahlen bei den Neumeldungen. Dabei könnte Hepatitis C in 90 Prozent aller Fälle vermieden bzw. die Symptome unterbunden werden, wenn es nur rechtzeitig behandelt wird.

Eine verschobene Wahrnehmung des öffentlichen Interesses

Sicherlich kann sich der eine oder andere Leser an die Vogelgrippe-Meldungen (H5N1) erinnern, die immer wieder die Schlagzeilen dominieren. Das Robert-Koch-Institut hat im Februar 2015 alle dokumentierten Fälle veröffentlich: es sind bislang rund 700 Fälle von Vogelgrippe beim Menschen nachgewiesen - weltweit! Ähnlich sieht es mit der bakteriellen Erkrankung EHEC aus, bei der jährlich rund 900 bis 1.200 Fälle bundesweit festgestellt werden, die aber sehr gut zu therapieren ist. Im Zusammenhang mit einigen Fällen kam im Prinzip der gesamte Gurkenimport aus Spanien zum Erliegen. Doch Erkrankungen wie HIV oder Hepatitis C (HCV) wird diese mediale Aufmerksamkeit leider schon lange nicht mehr zuteil.

Von der Ansteckung über chronische HCV-Erkrankungen hin zu massiven Leberschäden

Von der Infektion über den herkömmlichen Verlauf der Hepatitis-C-Erkrankungen führen rund 70 Prozent zur chronischen Hepatitis-C-Infektion. Die ohnehin wenigen Symptome werden dabei in der ersten Phase (Prodromalphase) oft einer Erkältung oder Grippe zugerechnet: - Müdigkeit - Gliederschmerzen - Appetitlosigkeit - drückender Schmerz im rechten Oberbauch - eventuell leichtes Fieber In der zweiten Krankheitsphase kann es dagegen zu einer dunklen Verfärbung des Urins, lehmfarbenen Stuhl und Gelbsucht kommen. In sehr seltenen Fällen kommt es zu einem letalen Leberversagen. Das Risiko, dass die Hepatitis C nicht erkannt wird, liegt im fehlenden Schmerzempfinden in der Leber. Wird jedoch eine chronische HCV nicht behandelt, kommt es bei circa 30 Prozent aller Betroffenen zu einer Schrumpfleber (Leberzirrhose) oder Leberkrebs (Leberzellkarzinom).

Der Anteil an Hepatitis-C-Erkrankungen in Düren und Nachbarlandkreisen

Bundesweit lagen die Zahlen der meldepflichtigen Erstdiagnose bei rund 5.000 Erkrankungen. Im Kreis Düren schwankten die diagnostizierten Hepatitis-C-Fälle zwischen 12 (2011) und 6 (2012), was in 2012 einem Bevölkerungsanteil von 0,9 Prozent 2012 und 1,9 Prozent 2012 entsprach. In den Nachbarkreisen sah es teilweise dramatischer aus (2012): Heinsberg: 2,2 Prozent der Kreis-Bevölkerung entsprachen Städteregion Aachen: 6,2 Prozent Euskirchen: 2,2 Prozent Rhein-Erft-Kreis: 9,1 Prozent

Erfolgreiche Therapie - wenn Hepatitis C entdeckt wird

Hepatitis C kann heutzutage relativ gut mit Medikamenten in den Griff bekommen werden. Eine vollständige Genesung ist sowohl bei der chronischen als auch der akuten Erkrankung nicht. Dennoch gibt es viele Therapie-Ansätze, die ein relativ sorgenfreies Leben mit der Krankheit versprechen. Das Frühstadium der Krankheit wird derzeit mit dem Botenstoff Interferon-alpha behandelt, welcher zur Stimulation der Abwehrzellen gegen den Virus beiträgt. Bei der chronischen Krankheit werden mehrmals täglich Tabletten eingenommen. Relativ neu unterstützt auch das Medikament Sofosbuvir die Therapie und scheint erfolgsversprechend bei der Unterdrückung der Symptome. Auch Therapiebegleitungen in Form der sogenannten SMART-Therapie bei Hepatitis C unterstützen den Patienten bei der Medikazion.

Anlaufstellen zum Testen und für Betroffene in Düren und Landkreis

Hepatitis C wird parental übertragen, das heißt, hauptsächlich durch Injektionen, also Spritzen. In bis zu 30 Prozent lässt sich die Ansteckungsursache zwar nicht mehr feststellen, jedoch zählt das gemeinsame Benutzen von Spritzen bei Drogenabhängigen zu einer der hauptsächlichen Ansteckungsursachen. Damit ist die Gruppe der Drogenabhängigen auch in besonderem Maße einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Für Düren gibt es dabei mehrere Anlaufstellen sowohl für Betroffene als auch für diejenigen, die sich einem Schnelltest auf Hepatitis C unterziehen wollen. Die Deutsche Leberhilfe e. V. verweist hier auf die . Ebenso steht das St. Marien-Hospital in Düren-Birkesdorf zur Auswahl bereit.

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