95903520 10222359471520787 2167509594442563584 o

Natur: Überall in NRW blüht jetzt das Jakobskreuzkraut. Die gelb blühende Giftpflanze, botanisch Senecio jacobaea, hat sich in vergangenen Jahren in Deutschland stark vermehrt. Besonders auf wenig genutzten Weiden, Brachflächen, Wegrändern und Böschungen breitet sich das Jakobskreuzkraut weiter aus, meldet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Garten / Balkon: Der Anbau von Tomaten im Hausgarten macht häufig Probleme, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Mit Ausnahme der Buschtomate, die häufig für Balkonkästen angeboten wird, hat die Tomate ein unbegrenztes Wachstum. Der Haupttrieb wächst immer weiter. Damit die Kraft der Pflanzen nicht bei der Produktion von Blättern und neuen Trieben verbraucht wird, muss man alle Seitentriebe ab drei bis fünf Zentimeter Länge ständig ausbrechen.

Zwar ist durch die Corona-Pandemie und die großen Proteste in den USA gegen Diskriminierung von Minderheiten die Klimadebatte in den Hintergrund gerutscht, dennoch ist das Thema nicht zu vernachlässigen. Große Unternehmen sollten weiter daran arbeiten, nachhaltiger zu handeln und den Planeten und seine Ressourcen schonen. Gelingt es nicht, die viel zu schnell voranschreitende Klimaerwärmung zu verlangsamen, wird es immer mehr Katastrophen, wie Dürren, Hochwasser und Extremwetterereignisse. Zudem belastet die viel zu hohe Menge an Plastikmüll die Umwelt und die Nahrungskette und wird dazu führen, dass unsere Nachfahren vor dem „Scherbenhaufen Erde“ stehen.

Viele große Unternehmen haben, auch auf Druck der Fridays-for-Future-Bewegung, umgedacht und tun nun viel mehr, um nachhaltig zu wirtschaften. Auch die Clubs der Bundesliga sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst und setzten sich nun häufiger für die Umwelt ein.

So hat Borussia Dortmund schon vor mehreren Jahren großflächige Solarpaneele auf dem Stadiondach montiert, um Solarstrom zu generieren. In Zusammenarbeit mit einem Stromanbieter sollen so mehr als 81,365 Tonnen CO2 eingespart werden. Das Ziel, eine Tonne Kohlenstoffdioxid pro Stadionplatz einzusparen wurde Ende 2019 eingestellt. Der generierte Strom wird natürlich nicht nur vom BVB genutzt. Im Jahr werden im Schnitt etwa 485.000 Kilowattstunden in das lokale Stromnetz eingespeist.

Branchenprimus FC Bayern, dem auch diese Saison nicht mehr die Meisterschaft zu nehmen ist, geht einen anderen Weg. Sie sind seit 2015 in der Bayerischen Klima Allianz, haben schon lange, wie viele andere Bundesligavereine, auf Mehrwegbecher umgestellt und das Stadion mit stromsparender LED-Technik ausgestattet.

Der FC Paderborn liegt aktuell auf dem letzten Tabellenplatz und wird absteigen. Dennoch führen die Ostwestfalen die Bundesliga in einer Statistik an: Sie haben den größten Fahrradparkplatz der Bundesliga. So sollen Fans ermutigt werden, mit dem Fahrrad zur Benteler Arena zu fahren. Zudem ist das Stadiondach mit Solarpanelen ausgestattet, die um die 500.000 Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren.

Der FC Augsburg tut auch einiges für den Umweltschutz. Laut Aussage des Clubs ist das Stadion sogar das erste CO2-neutrale Stadion der Welt. Der Club produziert durch Geothermie Wärmeenergie und soll so über 750 Tonnen an CO2-Emissionen einsparen.

Der VfL Wolfsburg war der erste Club, der auf LED-Technik zur Stadionbeleuchtung umgestiegen ist. Die Wölfe nutzen zudem schon seit 2011 100 % Ökostrom. Zudem stehen den Mitarbeitern des Clubs Elektroautos zur Verfügung und es werden regelmäßig Bäume durch den Verein gepflanzt. Inzwischen ist durch die Initiative des VfL ein Wald mit über 2.000 neugepflanzten Bäumen entstanden.

Auch die anderen Fußballclubs haben schon Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit ergriffen. Einwegplastik wurde aus vielen Stadien der Bundesliga verbannt und es wird immer mehr auf Ökostrom gesetzt. Dies alles geht Umweltschützern nicht weit genug. Sie fordern, dass die Teams, auch wegen ihrer Vorbildfunktion, noch mehr auf Nachhaltigkeit setzen und auch ihre Vereinsmitglieder und Fans zu mehr Nachsicht für die Umwelt auffordern.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass große Unternehmen und Umweltschutz nicht zusammenpassen - das stimmt allerdings nicht unbedingt. Viele große Konzerne übernehmen branchenübergreifend ökologische Verantwortung und investieren in den Umweltschutz. In diesem Zusammenhang taucht jedoch auch der Begriff "Greenwashing" immer wieder auf. Gemeint ist damit, dass ein Unternehmen sich durch Marketingstrategien umweltschonender darstellt, als es eigentlich ist. So wird dem Konsumenten ein gutes Gefühl beim Kaufen gegeben, der Umwelt nützt das allerdings wenig. Was macht also Nachhaltigkeit in der Wirtschaft aus und woran erkennen Konsumenten, ob ein Unternehmen wirklich nachhaltig handelt?

Die meisten Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema Nachhaltigkeit

Eine nachhaltige Unternehmensführung bedeutet, dass versucht wird, Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung miteinander zu verbinden. Oft ist damit auch gemeint, auf Kinderarbeit zu verzichten, faire Löhne zu zahlen, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen und in soziale Projekte zu investieren. Die kanadische Ranking-Firma Corporate Knights gibt seit 2005 jährlich ein Ranking der 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt heraus. Dieses erfasst die oberen zwei Prozent der nachhaltigen Unternehmen, wobei auch deutsche Konzerne wie BMW, Adidas, Siemens, BASF, Daimler, Henkel und SAP immer wieder vertreten sind. In einer Zeit, in der Ressourcen immer knapper werden, wird eine umweltschonende Unternehmungsführung auch zum Wirtschaftsfaktor. Jedes Unternehmen mit Sichtbarkeit muss sich zumindest mit der Thematik auseinandersetzen, um auf dem Markt bestehen zu können.

Wie erkenne ich, ob ein Unternehmen wirklich nachhaltig agiert? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um etwas über die Nachhaltigkeit von Unternehmen herauszufinden. Eine ist der sogenannte Nachhaltigkeitsbericht. Viele Unternehmen stellen Nachhaltigkeitsberichte zusammen, in denen sie darlegen, welche Maßnahmen sie ergreifen, um umweltschonender zu agieren. Über Gütesiegel und Zertifizierungen auf Produkten erfährt man nicht nur viel über die Qualität der Waren, sondern auch, inwieweit diese nachhaltig produziert wurden. Jedoch sollte man sich genau informieren, welche Kriterien für die einzelnen Siegel gelten. Siegel von unabhängigen Stellen sind transparent und somit vertrauenswürdiger. Bei Unklarheiten kann man sich auch auf der Seite Siegelklarheit informieren, wofür ein Siegel oder Zertifikat steht. Ein weiterer Indikator, der darauf hinweist, ob ein Unternehmen nachhaltig agiert, ist sein Engagement im Hinblick auf soziale oder ökologische Projekte. Diese können ganz verschieden sein und haben manchmal auf den ersten Blick nichts mit dem Unternehmen gemein. Ein Beispiel ist Samsung. Das Unternehmen ist ein klassischer Mischkonzern und vor allem als Hersteller für Elektronikwaren wie Drucker bekannt, engagiert sich aber seit Jahren als Sponsor in der Leichtathletik. Zudem versucht Samsung, Armut zu bekämpfen, indem es Bildungsprojekte in Ländern der Dritten Welt unterstützt.

Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor

Nachhaltige Unternehmen sind meist auch erfolgreicher. Seit langem schon geht es nicht mehr nur um ideelle Werte. Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor erlangt stetig mehr Bedeutung. Dies gilt nicht nur für Konsumenten, sondern auch für Investoren, bei denen damit gepunktet wird. Unternehmen, die kurzfristig denken und nur auf das nächste Wirtschaftsjahr hin planen, haben auf lange Sicht eher schlechte Karten.

Nachhaltige Unternehmen sind auch dadurch erfolgreicher, dass sie längerfristig denken und planen. Sie besitzen insgesamt eine höhere Produktivität und ein größeres Budget für Forschung und Entwicklung, was sie zu richtungsweisenden Einflussnehmern macht. Jedes der Unternehmen aus dem Corporate-Knights-Ranking schreibt schwarze Zahlen. Und auch wenn es keine Frage ist, dass Unternehmen vor allem Gewinne erzielen möchten: Nachhaltigkeit ist eine große Chance, genau das zu erreichen, und wird in Zukunft sicherlich noch mehr Bedeutung erlangen.

 

Our website is protected by DMC Firewall!

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.