Sonnenstrahlen nach langen Wintern. Entspannende Stunden mit den Liebsten. Gute Gespräche und gutes Essen. Worum geht es im Leben schon, wenn nicht um Genuss? Wie wichtig Genusserfahrungen für die Gesundheit und das Wohlbefinden sind, bestätigen Studien regelmäßig.

Genuss ist laut Psychologen eine positive Ressource, die zu den natürlichsten Erfahrungen der Menschheit zählt. Instinktiv genießt man, was einem gut tut. Trotzdem ist die Freude am Genuss laut Experten im aktuellen Stresszeitalter in Verruf geraten. In der Leistungsgesellschaft verbindet man damit oftmals Faulheit und fehlende Produktivität. Zeit für ein Plädoyer für die Rückkehr zu einem genussreichen Leben.

Ein ungenießbares Leben?

Um Gesundheit und Fitness ist in den vergangenen Jahren ein ebenso großer Hype ausgebrochen wie um Vegetarismus und andere Formen der gesunden Ernährung. Was das neue Gesundheitsbewusstsein vernachlässigt, ist laut vielen Psychologen das Genießen.

Als elementares Element der Selbstfürsorge tragen Genusserfahrungen bedeutend zur Balance bei, an der es heutzutage vielen Menschen fehlt. Alltagsstress und fehlende Ausgewogenheit sind in zahlreichen Haushalten verbreitet, ja fast schon an der Tagesordnung. Psychologen plädieren in diesem Kontext für Genusserfahrungen, um negative Erlebnisse mit positiven Emotionen aufzuwiegen.

Hochgenüsse schützen vor Stress

Das Streben nach Perfektion ist eine Grundtendenz der heutigen Zeit. Ob im Beruf, Familienalltag oder beim Sport: Überall geht es mittlerweile um Leistung. Wo Leistungsdruck herrscht, fällt einem das Genießen automatisch schwer.

Auch dem neuen Gesundheits- und Körperbewusstsein wohnt mittlerweile der Hochdruck inne, sich zu perfektionieren. So zum Beispiel durch die zahlreichen Diät- und Ernährungstrends der heutigen Zeit. Sich bewusst und gesund zu ernähren, ist das eine. Ernährungsextreme zu verfolgen, ist etwas anderes.

Ausnahmen zur Regel dürfen sein. Sogar während Diäten kann man sich ab und zu etwas gönnen. Wer trotz Low-Carb-Hype Lust auf genussvolle Pasta bekommt, muss sich diese Erfahrung nicht täglich aufs Neue verbieten.

Aus gutem Grund verfolgen viele erfolgreiche Diäten das Cheat-Day-Konzept. Wer sich alles verbietet, erlebt anhaltenden Stress und erwiesenermaßen korrelieren Stresserfahrungen mit vielen Krankheiten.

Leben nach den Regeln des Genusses

Wer sich das Genießen wieder antrainieren möchte, überwindet am besten zunächst sein schlechtes Gewissen. Dass man sich nur selten Genuss gönnen sollte, ist ein weitverbreiteter Gedanke. Wer ihn abschüttelt, wird sich mit dem stresslosen Genießen deutlich leichter tun.

Wichtig ist auch, sich bewusst Zeit für Genusserfahrungen zu nehmen. Von einem Hochgenuss kann nur die Rede sein, wenn man sich voll und ganz auf die Erfahrung konzentriert. Etwas, das man in Zeiten des Multi-Tasking kaum noch erlebt.

Weil Genüsse ein individuelles Erleben sind, ist Ausprobieren wichtig. Je besser man weiß, was einem gut tut, desto genussvoller kann man leben. Damit Genüsse als solche empfunden werden, gönnt man sie sich im Idealfall nicht ständig. Nur so behalten sie ihren besonderen Reiz.

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