10,5 Millionen Euro werden in das Feuerschutztechnische Zentrum des Kreises Düren investiert. Landrat Wolfgang Spelthahn und RDKD-Vorstand Peter Kaptain (vorne, 3. und 5. v.l.) wurden beim symbolischen Spatenstich für das neue Gebäude von vielen Projektbeteiligten unterstützt.

Stockheim: Mit neuen Rettungswachen und Notarztstandorten, zusätzlichen Fahrzeugen und mehr Personal hat der Kreis Düren seinen Rettungsdienst in den letzten Jahren bereits deutlich gestärkt. Nun investiert die Rettungsdienst Kreis Düren AöR (RDKD) weitere 10,5 Millionen Euro in das Feuerschutztechnische Zentrum in Stockheim. Mit 8,4 Millionen Euro übernehmen die Krankenkassen das Gros der Kosten.

Fahrzeughalle, Leitstelle und Verwaltungsbereich

Gebaut werden auf dem Gelände an der Marienstraße ein Verwaltungstrakt, eine Fahrzeughalle und eine größere Leitstelle. Den symbolischen Spatenstich setzten Landrat Wolfgang Spelthahn, RDKD-Vorstand Peter Kaptain, Kreuzaus Bürgermeister Ingo Eßer und weitere Projektbeteiligte am Montag (4. September). Angestrebt wird, das Gebäude bereits Ende 2018 nutzen zu können. Die Leitstelle soll bis Mai 2019 eingebaut sein und anschließend in den Probebetrieb gehen.

Eine Halle für 18 Reservefahrzeuge

Im Erdgeschoss des dreistöckigen Gebäudes, das über eine Netto-Grundfläche von 2230 Quadratmetern verfügen wird, entsteht die Halle mit Stellplätzen für 18 Einsatzfahrzeuge, vom Notarzt- bis zum Rettungswagen. Die Reservefahrzeuge springen ein, wenn Fahrzeuge an den neun Rettungswachen und drei Notarztstandorten in Trägerschaft der RDKD nach einem Einsatz überholt oder turnusmäßig gewartet werden müssen. Der neue Rettungsdienstbedarfsplan hatte die Ersatzfahrzeuge gefordert, um Ausfallzeiten zu beseitigen. Zurzeit parkt die mobile Reserve unter freiem Himmel.

Disponenten-Plätze in der Leitstelle werden verdoppelt

Neben den Sozialräumen für die Leitstelle wird die Verwaltung der RDKD, die Trägerin des gesamten Rettungswesens im Kreis Düren ist, das erste Obergeschoss des neuen Gebäudes nutzen. Ins zweite Obergeschoss ziehen die Mitarbeiter des Zivil- und Katastrophenschutzes und die der Rettungsleitstelle des Kreises Düren ein. Die Leitstelle ist das ganze Jahr über rund um die Uhr besetzt. 30 Kollegen sind erforderlich, um die Dau-ererreichbarkeit zu gewährleisten. 2016 mussten die Disponenten über 51.000 Notrufe abarbeiten, wobei 90 Prozent der Anrufe dem Rettungsdienst und zehn Prozent den Feuerwehren galten.
Kreise unterstützen sich bei Bedarf gegenseitig

Um extreme Belastungsspitzen abdecken zu können wird die Zahl der Disponenten-Plätze von vier auf acht verdoppelt. Da die Leitstellen der Nachbarkreise Düren, Heinsberg und Euskirchen künftig mit der gleichen Technik arbeiten, können sie sich im Störfall gegenseitig unterstützen oder vertreten. Damit stellen sie die vom Gesetzgeber geforderte Rückfallebene kostengünstig bereit. Wie der freiwerdende Platz genutzt wird, steht bereits fest. Die Räume der heutige Leitstelle werden die zehn Mitarbeiter des Feuerschutztechnischen Zentrums nutzen. Ihre Aufgabe ist es, die Schläuche und Atemgeräte der kommunalen Feuerwehren im Kreis Düren zu warten und pflegen. Die Räume, die die RDKD heute belegt, werden in Schulungsräume verwandelt. Am Notfallbildungszentrum Eifel-Rur (NOBIZ) werden mittlerweile drei Jahrgänge angehender Notfallsanitäter unterrichtet.

Kreuzauer Ingenieurbüro hat den Bauplan erstellt

Der Neubau wurde vom Kreuzauer Ingenieurbüro Monath geplant. Er wird durch ein verglastes Treppenhaus an das bestehende Schulungsgebäude anschließen. Den erweiterten Rohbau erstellt das Unternehmen Zervos aus Erftstadt. Die Baukosten für Verwaltungstrakt und Leitstelle sind auf 6,8 Millionen Euro veranschlagt, die Halle soll eine Million kosten, für die Leitstellentechnik sind 2,7 Millionen Euro einkalkuliert. Die meisten Fachplanungen wurden an Ingenieurbüros aus dem Kreis Düren vergeben.

"Dies ist eine hervorragende Investition"

"Dies ist eine hervorragende Investition. Sie wird die Rahmenbedingungen für den Rettungsdienst im Kreis Düren nochmals verbessern. Für die Menschen im Kreis Düren kommt sie einem weiteren Quantensprung gleich. Wir setzen alles daran, dass Erste Hilfe überall im Kreis Düren gleich schnell vor Ort eintrifft", unterstrich Landrat Wolfgang Spelthahn beim Spatenstich.

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