Region: NRW steht vor einem meteorologisch brisanten Wochenende. Während sich das wetterbestimmende Hochdruckgebiet langsam Richtung Osteuropa verlagert, strömt an dessen Westseite zunehmend feuchte und extrem heiße Luft heran. Diese Luftmasse sorgt nicht nur für drückende Schwüle, sondern schafft zugleich ideale Bedingungen für kräftige Gewitter mit erheblichem Unwetterpotenzial.
Meteorologen warnen vor einer gefährlichen Mischung aus extremer Hitze, tropischen Nächten und teils schweren Gewittern mit Sturm, Hagel und Starkregen.
Samstag: Temperaturen bis 40 Grad
Am Samstag erreicht die Hitzebelastung vielerorts ein extremes Niveau. Unter nahezu wolkenlosem Himmel steigen die Temperaturen auf 35 bis 40 Grad. Besonders in Städten und dicht bebauten Regionen bleibt die Wärme auch nachts gespeichert.
Die Belastung für den Körper ist enorm – insbesondere für:
- ältere Menschen
- Kinder
- chronisch Kranke
- Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen
Hinzu kommt die zunehmende Schwüle, die das Temperaturempfinden zusätzlich verschärft.
Erste Unwetter am Samstagnachmittag
Noch startet der Samstag meist sonnig und trocken. Doch bereits am Nachmittag kippt die Wetterlage regional deutlich.
Zunächst bilden sich einzelne starke Gewitter, die rasch Unwettercharakter annehmen können. Dabei sind möglich:
- 20 bis 40 Liter Starkregen pro Quadratmeter in kurzer Zeit
- Sturmböen bis 100 km/h
- Hagel mit 2 bis 3 Zentimetern Durchmesser
Bei besonders intensiven Gewitterzellen sind zudem Großhagel bis 5 Zentimeter und orkanartige Böen bis 110 km/h nicht ausgeschlossen.
Nacht zum Sonntag: Lage verschärft sich
Besonders in der Nordwesthälfte steigt in der Nacht zum Sonntag das Gewitterrisiko weiter an. Experten rechnen mit einer zunehmenden Organisation der Gewitterzellen, wodurch sich größere Gewitterkomplexe bilden könnten.
Dann drohen:
- verbreitet schwere Sturmböen bis 100 km/h
- Starkregen um 30 l/m²
- lokal Orkanböen bis 120 km/h
Solche Entwicklungen können innerhalb kurzer Zeit erhebliche Schäden verursachen – von umgestürzten Bäumen über abgedeckte Dächer bis hin zu lokalen Überflutungen.
Sonntag bleibt hochgefährlich
Auch am Sonntag bleibt die Atmosphäre hochgradig energiereich. Trotz leicht sinkender Temperaturen auf 29 bis 34 Grad bleibt die Luft sehr warm und feucht.
Im Tagesverlauf können erneut teils schwere Gewitter entstehen. Die Hauptgefahren:
- 25 bis 40 Liter Starkregen in einer Stunde
- größerer Hagel
- schwere Sturmböen um 95 km/h
Bei größeren Gewittersystemen sind erneut Orkanböen bis 120 km/h möglich. Auch extrem heftiger Starkregen mit 40 bis 50 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit ist regional nicht ausgeschlossen.
Tropennächte belasten zusätzlich
Nicht nur tagsüber, auch nachts bleibt die Belastung hoch. In Ballungsräumen sinken die Temperaturen teils nur auf 25 bis 20 Grad. Solche sogenannten Tropennächte verhindern eine ausreichende Erholung des Körpers.
Schlafprobleme, Kreislaufbeschwerden und Dehydrierung nehmen dadurch deutlich zu.
Entspannung ab Montag
Erst zum Wochenbeginn deutet sich eine spürbare Wetterberuhigung an. Am Montag fließt aus Nordwesten kühlere Luft ein, wodurch die Temperaturen auf 25 bis 28 Grad zurückgehen.
Vereinzelt sind im Südosten zwar noch Schauer und Gewitter möglich, insgesamt entspannt sich die Lage aber deutlich. In den Nächten kühlt es wieder auf 13 bis 16 Grad, in höheren Lagen sogar auf etwa 11 Grad ab.
Experten raten zur Vorsicht
Angesichts der Wetterlage empfehlen Experten dringend:
- ausreichend trinken
- direkte Sonne meiden
- körperliche Belastung reduzieren
- lose Gegenstände sichern
- Wetterwarnungen verfolgen
Fazit:
Das Wochenende bringt eine hochgefährliche Wetterkombination aus extremer Hitze und schwerem Unwetterpotenzial. Vor allem Samstagabend bis Sonntag sollten Wetterwarnungen aufmerksam verfolgt und Schutzmaßnahmen rechtzeitig getroffen werden.