Symbolbild Polizei

Siegburg: Dramatische Szenen am späten Abend: Am ICE-Bahnhof Siegburg-Bonn lief ein groß angelegter Polizei- und Rettungseinsatz, der Hunderte Reisende in Atem hielt. Seit etwa 21 Uhr war der Fernverkehrszug ICE 19 in Richtung Frankfurt am Main blockiert – nichts ging mehr. Rund 500 Fahrgäste mussten den Zug verlassen und wurden aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Auslöser des Einsatzes war eine Explosion in einem Zugwaggon. Nach Aussagen von Reisenden kam es in Wagen 23 zu einer Detonation, begleitet von Rauchentwicklung im Gangbereich. Nach ersten Erkenntnissen soll ein pyrotechnischer Gegenstand – mutmaßlich eine Paintball-Granate – aus einer Zugtoilette geworfen worden sein. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen.

Besonders brisant: Der Tatverdächtige soll zuvor mit einem Anschlag gedroht haben. Nach bisherigen Informationen zündete er zudem Böller im Zug und sorgte damit für Panik unter den Fahrgästen. Augenzeugen berichten, dass der Mann sich zeitweise in einer Zugtoilette verschanzt hatte.

Schließlich gelang es den Einsatzkräften, den Verdächtigen festzunehmen. Er wurde am Bahnhof in Handschellen abgeführt. Bei dem Festgenommenen soll es sich um einen 20-jährigen Deutschen handeln. In seinem Rucksack wurde offenbar auch ein großes Messer gefunden.

Waggon 23 wurde zum Tatort erklärt und von der Bundespolizei abgesperrt. Kriminalbeamte sicherten Spuren, während die Ermittlungen unter Hochdruck anliefen. Parallel wurde auch die Umgebung des Bahnhofs weiträumig abgesperrt, um mögliche Gefahren auszuschließen.

Für die Reisenden endete der Abend mit Verspätungen, Unsicherheit und vielen offenen Fragen. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin Gegenstand intensiver Ermittlungen.

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Bild: T.Kraus

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