Symbolbild mit KI erstellt

Kreis Düren: Am 13. Oktober steht weltweit die Katastrophenvorbeugung im Mittelpunkt. Auch im Kreis Düren ist eine gute Vorbereitung auf Unwetter, Hochwasser und Stromausfälle ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes.

Wie gut sind die Menschen auf eine Katastrophe vorbereitet? Diese Frage steht am heutigen Dienstag, 13. Oktober, im Mittelpunkt des Internationalen Tages der Katastrophenvorbeugung. Die Vereinten Nationen machen mit dem Aktionstag auf die Bedeutung von Vorsorge, Risikominimierung und widerstandsfähigen Gemeinschaften aufmerksam. Der Tag wird seit 1989 jährlich begangen.

Das Motto für 2026 lautet „Resilience Starts at Home“ – übersetzt: „Resilienz beginnt zu Hause“. Im Mittelpunkt steht damit die Frage, wie sich Haushalte besser auf Gefahren vorbereiten und deren Folgen begrenzen können. Dazu gehören sowohl sichere Wohnverhältnisse als auch persönliche Notfallpläne und eine verlässliche Informationsversorgung. 

Unwetter und Stromausfälle können jeden treffen

Auch in der Region Düren können Starkregen, Hochwasser, schwere Stürme oder länger andauernde Stromausfälle den Alltag erheblich beeinträchtigen. In solchen Situationen kann es zu Einschränkungen bei der Versorgung, der Kommunikation oder der Erreichbarkeit von Hilfsangeboten kommen.

Der Bevölkerungsschutz des Kreises Düren ist unter anderem auf größere Schadenslagen vorbereitet, die mehrere Kommunen betreffen können. Dazu zählen beispielsweise Hochwasser, großflächige Stromausfälle und größere Brände. 

Doch nicht nur Behörden und Einsatzkräfte können zur Sicherheit beitragen. Auch die Bevölkerung kann sich auf mögliche Notlagen vorbereiten und damit helfen, die Folgen einer Krise zu begrenzen.

Warnmeldungen rechtzeitig erhalten

Ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge ist, im Ernstfall schnell und zuverlässig informiert zu werden. Dafür stehen in Deutschland verschiedene Warnwege zur Verfügung. Dazu gehören Cell Broadcast, Warn-Apps wie NINA und – abhängig von der jeweiligen Lage und dem örtlichen Warnkonzept – Sirenen.

Über die Warn-App NINA können Bürgerinnen und Bürger unter anderem Warnungen vor Gefahrstoffausbreitungen, Großbränden sowie Wetter- und Hochwasserinformationen erhalten. Wichtig ist, die gewünschten Orte in der App zu abonnieren und die Benachrichtigungseinstellungen des Smartphones zu überprüfen. 

Diese Vorsorgemaßnahmen empfiehlt das BBK

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät dazu, sich frühzeitig mit möglichen Krisensituationen auseinanderzusetzen. Bereits wenige Maßnahmen können im Notfall helfen:

  • Lebensmittel und Trinkwasser: Einen individuellen Vorrat anlegen, der bei einem Versorgungsausfall hilft. Das BBK empfiehlt, möglichst für zehn Tage vorzusorgen. Auch ein Vorrat für zunächst drei Tage ist ein sinnvoller Anfang.

  • Medikamente und Hygieneartikel: Regelmäßig benötigte Arzneimittel sowie wichtige Hygieneartikel berücksichtigen.

  • Licht und Information: Taschenlampen, Ersatzbatterien und ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio bereithalten.

  • Wichtige Dokumente: Ausweise, Versicherungsunterlagen und weitere wichtige Papiere geordnet und möglichst geschützt aufbewahren.

  • Familienplan: Absprechen, wie Angehörige im Notfall miteinander Kontakt aufnehmen und wo sie sich treffen können.

  • Besondere Bedürfnisse: Bei der Planung auch Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Haustiere berücksichtigen.

Die Vorsorge sollte an die persönliche Lebenssituation und die örtlichen Risiken angepasst werden.

Vorsorge entlastet auch die Einsatzkräfte

Wer sich auf eine mögliche Notlage vorbereitet, kann die erste Zeit eines Versorgungsausfalls besser überbrücken und bleibt handlungsfähiger, bis Hilfe eintrifft. Das kann zugleich die Einsatzkräfte entlasten, damit diese ihre Unterstützung auf Menschen konzentrieren können, die dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Der Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung erinnert deshalb daran, dass wirksamer Bevölkerungsschutz nicht erst beginnt, wenn Feuerwehr, Rettungsdienst oder andere Hilfsorganisationen alarmiert werden. Er beginnt bereits mit der Vorbereitung im Alltag.

Weitere Informationen: Der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ sowie praktische Checklisten stehen auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de zur Verfügung.

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