Gedenken auf der Kriegsgräberstätte Hürtgen: Soldatinnen und Soldaten beim Antreten zur Kranzniederlegung im Rahmen des 41. Internationalen Hürtgenwaldmarsches. Foto: Richard van Lipzig

Hürtgenwald: Mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am vergangenen Wochenende am 41. Internationalen Hürtgenwaldmarsch teilgenommen. Auf Strecken zwischen 10 und 30 Kilometern waren Wanderer, Reservisten, aktive Soldaten und zivile Teilnehmer rund um Vossenack und Simonskall unterwegs.

Der Hürtgenwaldmarsch verbindet seit Jahrzehnten sportliche Herausforderung, Begegnung und historische Erinnerung. Entsprechend beschränkte sich das Programm auch in diesem Jahr nicht auf die Wanderstrecken.

Bereits am Freitag begann das offizielle Veranstaltungsprogramm mit einer Kranzniederlegung auf der Kriegsgräberstätte Hürtgen. Mehr als 50 Soldatinnen und Soldaten nahmen daran teil. Vertreter des Kreises Düren und der Gemeinde Hürtgenwald sowie evangelische und katholische Geistliche gestalteten gemeinsam die Gedenkveranstaltung. Für die musikalische Begleitung sorgten die Vossenacker Volksmusikanten.

Am Samstagmorgen gingen die Teilnehmer auf die unterschiedlichen Strecken rund um Vossenack und Simonskall. Während draußen gewandert wurde, bot das Dorfgemeinschaftshaus zusätzlich ein umfangreiches Informationsprogramm. Drei Ausstellungen und vier Vorträge beschäftigten sich mit historischen und gesellschaftspolitischen Themen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Hürtgenwaldes und der Frage, welche Verantwortung sich daraus für die Gegenwart ergibt.

Hinter der Veranstaltung stand ein umfangreicher organisatorischer Aufwand. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer kümmerten sich um Anmeldung, Streckenüberwachung, Verkehrslenkung, Verpflegung und Betreuung der Teilnehmer. Auch verschiedene örtliche Vereine, Organisationen und weitere Unterstützer waren eingebunden.

Die Organisatoren ziehen nach dem Veranstaltungswochenende eine positive Bilanz. Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, dass der Hürtgenwaldmarsch auch nach mehr als vier Jahrzehnten weiterhin auf großes Interesse stößt.

Neben der sportlichen Herausforderung sind es vor allem Begegnung, Gemeinschaft und die Beschäftigung mit der besonderen Geschichte der Region, die den Charakter der Veranstaltung prägen.

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Begleitprogramm im Dorfgemeinschaftshaus Vossenack: Vorträge und Ausstellungen griffen historische und gesellschaftspolitische Themen rund um den Hürtgenwaldmarsch auf. Foto: Richard van Lipzig

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