Region: Der Jahreswechsel steht für Freude, Lichter und Feierstimmung – für Feuerwehren und Rettungsdienste bedeutet Silvester jedoch Jahr für Jahr eine der einsatzreichsten Nächte. Brände, schwere Verletzungen und tragische Unfälle gehören leider immer wieder zur Bilanz. Die Einsatzkräfte mahnen daher eindringlich: Feuerwerk ist kein Spielzeug.
Wenn Feiern zur Gefahr wird – tragische Beispiele aus den vergangenen Jahren
Immer wieder zeigen Einsätze, wie schnell Unachtsamkeit fatale Folgen haben kann. In mehreren Städten kam es in den vergangenen Silvesternächten zu Wohnungs- und Dachstuhlbränden, ausgelöst durch fehlgeleitete Raketen, die auf Balkonen oder in Dachrinnen landeten. Ganze Familien mussten ihre Wohnungen verlassen, teilweise wurden Häuser unbewohnbar.
Besonders dramatisch sind auch die schweren Verletzungen: Immer wieder verlieren Menschen durch explodierende Böller Finger oder Augenlicht. In einzelnen Fällen führten selbst gebaute oder illegal eingeführte Feuerwerkskörper zu lebensgefährlichen Verletzungen. Auch unbeteiligte Passanten wurden bereits getroffen, weil Feuerwerkskörper gezielt oder achtlos in Menschenmengen geworfen wurden.
Ein weiteres wiederkehrendes Problem: Kinder und Jugendliche, die trotz Verbots mit Feuerwerk hantieren. Jährlich werden Minderjährige mit Verbrennungen und schweren Handverletzungen in Krankenhäuser eingeliefert – oft, weil Erwachsene Risiken unterschätzt oder nicht ausreichend aufgeklärt haben.
Die größten Gefahren an Silvester
-
Brandentstehung auf Balkonen, Terrassen und Dächern
-
Wohnungsbrände durch Funkenflug oder fehlgezündete Raketen
-
Schwere Hand- und Augenverletzungen
-
Brände und Explosionen durch illegales, ungeprüftes oder selbst hergestelltes Feuerwerk
-
Besondere Gefahr durch illegal importierte Knallkörper
Unsere wichtigsten Sicherheitstipps
-
Feuerwerkskörper sind Sprengstoff – Jugendliche unter 18 Jahren dürfen damit nicht hantieren.
-
Gebrauchshinweise der Hersteller unbedingt beachten.
-
Feuerwerk nur dort zünden, wo es erlaubt ist.
-
Das Abbrennen in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen ist verboten.
-
Auch Fachwerk- und Reetdachhäuser sind tabu – örtliche Regelungen beachten.
-
Nach dem Anzünden ausreichend Abstand halten.
-
Feuerwerk niemals auf Menschen richten oder blindlings wegwerfen.
-
Blindgänger niemals erneut zünden, sondern mit einer Schaufel in einen Wassereimer legen.
-
Kein Feuerwerk selbst herstellen oder illegal kaufen – Lebensgefahr!
-
Feuerwerkskörper sicher lagern, niemals am Körper tragen.
-
Balkone und Terrassen von brennbaren Gegenständen freiräumen, Fenster und Türen geschlossen halten.
Im Notfall schnell handeln
Bei Brand oder Unfall gilt: Sofort den Notruf 112 wählen. Nur eine schnelle Alarmierung ermöglicht wirksame Hilfe und kann Schlimmeres verhindern.
Appell der Einsatzkräfte
Rücksicht, Vernunft und Abstand retten Leben. Jeder vermiedene Brand, jede verhinderte Verletzung entlastet die Einsatzkräfte – und schützt Menschen.
Feiert verantwortungsvoll, damit der Jahreswechsel nicht zur Tragödie wird.