Kreis Düren: Sie möchten einen Artikel online verkaufen? Dann aufgepasst: Kriminelle setzen derzeit auf eine Masche, die auf den ersten Blick ziemlich überzeugend wirkt.

Im Folgenden erklären wir, wie die Täter vorgehen und wie Sie sich schützen können: Kaum ist Ihr Angebot online, meldet sich ein vermeintlicher Kaufinteressent. Er behauptet, den Kaufpreis bereits per PayPal überwiesen zu haben. Kurz darauf folgt die nächste Nachricht: Die Zahlung könne angeblich nicht zugestellt werden. Stattdessen schickt er Ihnen einen Link oder QR-Code, über den Sie den Zahlungseingang bestätigen oder Ihr PayPal-Konto verknüpfen sollen.

Klingt nach einem kleinen Zwischenschritt - doch hier liegt die eigentliche Falle! Der Link führt nicht zu PayPal, sondern auf eine täuschend echt gestaltete Internetseite. Wer sich dort anmeldet, übergibt seine Zugangsdaten direkt an die Betrüger. Im schlimmsten Fall übernehmen diese das Konto und nutzen es für unberechtigte Zahlungen.

Deshalb rät die Kriminalpolizei:

   - Prüfen Sie immer direkt in der PayPal-App oder auf der 
     offiziellen Internetseite - niemals über einen zugesandten Link.
   - Scannen Sie keine QR-Codes und klicken Sie nicht auf Links, die 
     Ihnen unbekannte Personen schicken.
   - Ist das Geld nicht in Ihrem PayPal-Konto sichtbar, wurde es auch
     nicht überwiesen.
   - Geben Sie Ihre Zugangsdaten oder Bestätigungscodes niemals auf 
     Seiten ein, die Sie über einen Link erreicht haben.

Sollten Sie Ihre Daten bereits eingegeben haben, ändern Sie sofort Ihr Passwort, aktivieren Sie - falls noch nicht geschehen - die Zwei-Faktor-Authentifizierung und informieren Sie PayPal. Erstatten Sie außerdem Anzeige bei der Polizei.

Es gilt der Merksatz: Das Geld kommt zu Ihnen - nicht Sie zum Geld. Wer sich erst über einen Link anmelden soll, damit eine angebliche Zahlung ankommt, hat es höchstwahrscheinlich mit Betrügern zu tun.