Düren: Mit einem großen Stadtfest ist im Jugendheim Echtz die Kinderstadt „Düria“ zu Ende gegangen. Sechs Tage lang haben die Kinder dort in den Herbstferien jeweils von 10 Uhr bis 16 Uhr gelebt, gearbeitet und zusammen gefeiert – wie in einer richtigen Stadt.

In „Düria“ konnten die Kinder zwischen verschiedenen Werkstatt- und Dienstleistungsarbeitsplätzen wählen, an denen sie Geld in spezieller „Düria“-Währung verdienen konnten. Die „Düris“ konnten sie anschließend nutzen, um Essen oder Getränke zu kaufen, Freizeitangebote zu nutzen oder auch selbstgebastelte Gegenstände zu erwerben. Ein Arbeitsamt half bei der Suche nach freien Arbeitsstellen, bei einer Sparkasse konnte das (Spiel)Geld eingezahlt und abgehoben werden. Außerdem trafen sich die Kinder zweimal am Tag zu Stadtversammlungen, auf denen wichtige Entscheidungen, wie zum Beispiel Lohnerhöhungen, getroffen wurden. Auch eine Bürgermeisterin wurde gewählt.

„In der Kinderstadt können die Kinder alltägliche Abläufe im Leben von Erwachsenen spielerisch erfahren und erste Erfahrungen mit komplexen sozialen und politischen Prozessen und wirtschaftlichen Zusammenhängen, wie dem Kreislauf von Angebot und Nachfrage, sammeln“, erklärt Sarah Dittrich vom Spielpädagogischen Dienst des Jugendamtes der Stadt Düren, der die Kinderstadt zusammen mit dem Jugendheim Echtz, dem Friedrich-Ebert-Jugendfreizeitzentrum der AWO, den städtischen Jugendtreffs Birgel und Rölsdorf, dem Abenteuerspielplatz Düren, dem Kinder- und Jugendzentrum Gürzenich, dem Kinder- und Jugendtreff AnnaCover und dem Bistro DaCapo durchgeführt hat.

Sehr gut angenommen wurde von den Kindern der in diesem Jahr erstmals vertretene Bauhof des Abenteuerspielplatzes. Die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmerten sich in der Kinderstadt um Bau- und Verschönerungsarbeiten und legten aus Sicherheitsgründen auch einen Zebrastreifen vor der Treppe des Echtzer Jugendheims an. Auch die Premiere einer Milchbar und die Umwandlung des Spielemobils „Schneller Emil“ in das „Schnelle Eismobil“ stießen auf große Gegenliebe bei den Düria-Bewohnerinnen und -Bewohnern.

Zu Besuch in der Kinderstadt waren unter anderem Bürgermeister a. D. Paul Larue, der der gewählten Düria-Bürgermeisterin Tipps und Tricks verriet, die Dürener Feuerwehr sowie eine Polizistin, die gemeinsam mit der Kinderstadt-Polizei einen „Sparkassenraub“ aufklären konnte. Außerdem konnten die Dürianerinnen und Dürianer gemeinsam mit Mitgliedern der Schützenbrüderschaft vom hl. Erzengel Michael Düren-Echtz e. V. ihre Treffsicherheit beim Laserschießen unter Beweis stellen.

Begleitet wurden die über 60 Einwohnerinnen und Einwohner der Kinderstadt „Düria“ im Alter zwischen 8 und 14 Jahren von rund 40 ehrenamtlichen „Buddies“. Die jüngsten von ihnen waren 15 Jahre, der älteste „Buddy“ 85 Jahre alt.

Finanziell unterstützt wurde die Kinderstadt „Düria“ von der Sparkasse Düren, der Dürener Schatztruhe und der Aktion „Running for Kids“ von Peter Borsdorff.