Düren: 48 neue Wohnungen – modern und energetisch auf dem aktuellen Stand: Das realisiert der Dürener Bauverein in einer Hülle aus den 60er-Jahren. Nach vielen vorbereitenden Maßnahmen kann an der Goebenstraße 17-19a das Projekt „Neubau im Altbau“ beginnen. Die seit längerer Zeit leerstehenden Wohnhäuser sollen 2028 zu neuem Leben erwachen. Nur wenige Meter entfernt vom Dürener Krankenhaus entsteht attraktiver und bezahlbarer Wohnraum mitten in der Stadt.
„Aus so genannten braunen Immobilien, also Gebäuden mit veralteter Technik, veralteter Ausstattung und schlechter Energieeffizienz, machen wir grüne Immobilien, die nicht nur mit Blick auf die Wohnqualität, sondern auch auf den CO₂-Fußabdruck den heutigen Erwartungen an modernes Wohnen entsprechen“, sagt Vanessa Hüttl, Projektleiterin des Bauvorhabens. Es entstehen Häuser mit dem Effizienzhaus-Standard KfW 55 inklusive Luftwärmepumpen. Weitere nachhaltige Argumente für die Mieter sind eine Photovoltaikanlage für das Mieterstrommodell, Infrastruktur für Elektromobilität und große Grünflächen. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit habe sich der Bauverein auch bewusst dazu entschieden, den Bestand weitgehend zu erhalten und sinnvoll zu ergänzen, betont die Architektin: „Gegenüber der Option Abriss und Neubau reduzieren wir Bauabfälle und sparen Ressourcen.“
Auch geförderte Wohnungen
Neben der Kernsanierung des Bestands wird ein Anbau die Wohnfläche erweitern. Die künftig 48 Wohneinheiten – 38 bis 90 Quadratmeter groß – verteilen sich auf eine Gesamtwohnfläche von knapp 3000 Quadratmetern. Das ist ein Zuwachs von mehr als 50 Prozent. Gut ein Fünftel der Wohnungen wird öffentlich gefördert, der übrige Teil frei finanziert. Allein mit öffentlicher Förderung und den damit verbundenen günstigen Mieten sei wegen der erheblich gestiegenen Baukosten nur ein einfacher Standard umsetzbar, erklärt Dagmar Runge. „Wir möchten aber allen unseren Mietern deutlich mehr als Mindeststandard bieten. Und das geht nur durch eine sinnvolle Mischung“, betont die Geschäftsführerin des Bauvereins. In dem mit 10 Millionen Euro veranschlagten Bauprojekt sieht sie nicht nur ein attraktives und zukunftsfähiges Wohnangebot, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung.
Animationen der „neuen“ Häuser Goebenstraße 17-19a (Oben die Straßen-, unten die Gartenansicht)