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Kreis Düren: Am Veilchendienstag kann die Polizei Düren eine erste Bilanz der vergangenen Karnevalstage ziehen. Fazit: nicht alle, die sich am Sonntag und Montag als vermeintliche Sicherheitskräfte von FBI, SEK, SWAT und Co. verkleidet hatten, verhielten sich auch so - im Gegenteil.

 

In Jülich und Niederzier musste die Polizei einschreiten. Hier hatten sich mehrere Menschen geschlagen. In Nideggen und Birkesdorf unterstützten die Beamten das Auflösen nach dem jeweiligen Beenden der einzelnen Veranstaltunen. (Jülich) Zu einer Eskalation zwischen einem 22-jährigen Aldenhovener und zwei 23 und 50 Jahre alten Männern eines Sicherheitsunternehmens kam es am Montagnachmittag gegen 16:40 Uhr. Ort des Geschehens war ein Festzelt auf dem Matthiasplatz in Lich-Steinstraß. Hier verlangte der 22-Jährige Einlass, der ihm jedoch aufgrund mitgeführter Gegenstände verwehrt wurde. Diese hätte er aus Gründen der Sicherheit zur Verwahrung an der Garderobe abgeben müssen, was er jedoch ablehnte. Im weiteren Verlauf gelangte der Aldenhovener allerdings durch einen zweiten Zugang in das Festzelt, was jedoch von den Sicherheitsbeauftragten nicht unbemerkt blieb - unabhängig davon, dass der junge Mann bereits aufgrund seines aggressiven Verhaltens unmittelbar nach Betreten der Lokalität auch anderen Angestellten negativ auffiel. Auf Ansprache des 50-Jährigen, der den Aggressor des Zeltes verweisen wollte, reagierte dieser mit einem Gewaltausbruch. Er packte sich einen unbeteiligten Jungen und schleuderte diesen dem Mitarbeiter entgegen. Anschließend schlug er auf ihn ein und verletzte ihn dabei nicht unerheblich. Mehrere Männer des Sicherheitsdienstes waren schließlich von Nöten, um den 22-Jährigen unter Kontrolle zu bringen. Erst mit Eintreffen der Polizeibeamten beruhigte sich dieser und ließ sich aus dem Objekt führen. Am Ende wurde auch er dem Polizeigewahrsam zugeführt. Ein freiwillig durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 1,28 Promille. Festgehalten wurde der Sachverhalt in gleich zwei Strafanzeigen: die Parteien zeigten sich gegenseitig wegen Körperverletzung an. (Niederzier) Zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam es auch in der Ortslage Oberzier. Gegen 22:25 Uhr schlugen sich hier mehrere Personen in der Niederzierer Straße. Nicht alle konnten im weiteren Verlauf durch die Polizeibeamten angetroffen werden. Ein 39 Jahre alter Mann aus Niederzier gab an, von drei ihm bekannten Personen im Alter von 20, 44 und 46 Jahren, angegriffen worden zu sein. Hierbei wurde er so verletzt, dass eine Behandlung in einem Krankenhaus nötig wurde. Was letztlich an der Einsatzörtlichkeit vorgefallen ist, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Das couragierte Eingreifen einer 20-jährigen Dürenerin endete ebenfalls mit leichten Verletzungen. Die junge Frau hatte gegen 19:20 Uhr beobachtet, wie eine Unbekannte einen 15-Jährigen drangsaliert hatte. Daraufhin schritt die Dürenerin beherzt ein. Zwar ließ die Angreiferin von dem Jugendlichen ab, schlug der 20-Jährigen jedoch ins Gesicht, bevor sie sich in unbekannte Richtung entfernte. Die Geschädigte musste vor Ort durch eine RTW-Besatzung medizinisch versorgt werden. Sie erstattete Strafanzeige gegen die Frau, bei der es sich ersten Ermittlungen nach um eine 43-jährige Niederziererin handelt. (Nideggen/Düren) Zwei karnevalistische Veranstaltungen in Nideggen und Düren mussten am Sonntag und Montag vorzeitig beendet werden. In beiden Fällen kippte die Stimmung und das Aggressionspotential stieg, so dass die Polizei beim Auflösen unterstütze. Erste Meldungen über mehrere Körperverletzungsdelikte in der Konrad-Adenauer-Straße in Nideggen gingen bei der Polizei bereits am Sonntagabend ein. Gegen 22:20 Uhr stand schließlich fest, dass die Veranstaltung aufgelöst werden sollte. Während sich der Großteil der Anwesenden friedlich entfernte, wurden 30 Personen als Störer identifiziert. Bis etwa 23:15 Uhr konnte der Vorplatz jedoch ohne besondere Vorkommnisse geräumt werden. Insgesamt waren bis zu dieser Zeit vier Verletzte nach körperlichen Auseinandersetzungen zu verzeichnen. Ähnliches trug sich an der Festhalle in Birkesdorf zu. Zwischen 21:00 und 22:00 Uhr musste auch hier eine Veranstaltung aufgelöst werden. Im Zuge dessen fielen mehrere Personen durch ihr aggressives Auftreten auf. Sie befolgten weder die Anweisungen der Ordnungskräfte, noch die der Polizei. Während viele erst auf Nachdruck die Örtlichkeit verließen, musste ein 17-Jähriger aus Düren in Gewahrsam genommen werden. Gegen ihn war bereits im Rahmen eines vorherigen Einsatzes eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung gefertigt worden, was ihn jedoch nicht davon abhielt, sich weiterhin renitent zu gebaren. Freunde des Teenies hatten bereits versucht, diesen von der Einsatzörtlichkeit weg zu ziehen. Statt dem klugen Einfall zu folgen, suchte der Dürener jedoch immer wieder die Konfrontation. Daneben war es ein 34-Jähriger aus Düren, der angab, gegen 20:30 Uhr im Bereich der Festhalle von mehreren geschlagen worden zu sein. Auch um etwa 23:10 Uhr kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mehrerer Personen. Hier wurde eine Gruppe Jugendlicher von zwei Unbekannten angepöbelt. Einer der beiden schubste schließlich einen 16-Jährigen, der ebenfalls aus Düren kommt, und schlug anschließend auf ihn ein. Auch wurde der 16-Jährige mit einem Messer verletzt, so dass er sich in ärztliche Behandlung begeben musste. Die unübersichtliche Lage, zu der zunächst mehr und mehr Unbekannte hinzugekommen waren, löste sich schließlich erst auf, als mehrere Passanten auf das Geschehen aufmerksam wurden. Ob ein Zusammenhang zwischen den Gruppierungen besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

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