Bild: Polizei Symbolbild

Düren: Während es am Samstagabend auf der Dürener Annakirmes aus polizeilicher Sicht vergleichsweise friedlich zuging, machte sich in der vorher gehenden Nacht - zum Samstag - jedoch wieder deutlich spürbares Aggressionspotential breit.

Kurz nach Mitternacht wurden die Polizeistreifen auf dem Kirmesgelände zu einer bevorstehenden Eskalation zwischen zwei Gruppen junger Männer gerufen. Um Auseinandersetzungen zu verhindern, waren die zur Gewährleistung eines friedlichen Volksfestes präsenten Beamtinnen und Beamten schnell zur Stelle und sprachen die aggressivsten Wortführer an. Als hätten die nur darauf gewartet, artete das Verhalten mehrerer Provokateure zwischen Autoscooter und Kettenkarussell ohne lange Umschweife in öffentliche Respektlosigkeit aus. Neben den schlimmsten Beleidigungen, die derzeit auf dem Markt sind, mussten die Beamten sich dann insbesondere auch mit dem körperlichen Gewaltpotential zweier Heranwachsender aus Düren auseinander setzen. Ein 20-Jähriger und ein 22-Jähriger hatten keine Hemmungen, die Polizistinnen und Polizisten dann auch tätlich anzugreifen, so dass nach dem Einsatz von Eingriffstechniken auch die klassische Handfessel aktiv Dienst versah. Die beiden zumindest durch Alkohol stark berauschten Männer mussten zur Ausnüchterung im Polizeigewahrsam verbleiben. Ihr Aufenthalt dort wurde von der veranlassten Blutentnahme durch einen hinzu gerufenen Arzt unterbrochen. Gegen die beiden Beschuldigten wurden Strafverfahren eingeleitet.

Kaum schien die Lage auf dem Kirmesplatz beruhigt, erdreistete sich ein anderer Heranwachsender gegen 00:40 Uhr noch eine Steigerung der Respektlosigkeit auszuleben. Zunächst bewarf er Polizistinnen mit umher liegenden Kieselsteinen, dann spuckte er und mühte sich, alle Superlative der Beleidigungen zu überbieten. Der 22-Jährige widersetzte sich auch körperlich aktiv den polizeilichen Maßnahmen; ein Polizeibeamter wurde durch einen Angriff leicht am Kopf verletzt. Der Widerstand endete zunächst gefesselt auf der Polizeiwache, das von bedrohlichen Ausfallerscheinungen durchzogene Verhalten jedoch nicht. Der Mann stand vermutlich unter dem Einfluss von Rauschmitteln; insofern musste das abwegige Verhalten des polizeibekannten Düreners, der im wahrsten Sinne des Wortes mehrfach mit dem Kopf durch die Wand wollte, letztlich bis zur Beruhigung auch durch eine Fesselung an den Füßen gestoppt werden. Die Blutentnahme zu Beweiszwecken wird im Strafverfahren sicher noch eine Rolle spielen.

Bereits am Freitagnachmittag, gegen 16:10 Uhr, war ein 17-Jähriger aus Düren im Bereich des Autoscooters handgreiflich gegenüber seiner zwei Jahre jüngeren Ex-Freundin geworden. Das Mädchen flüchtete sich nach Schlägen zur Feuerwache, wo ihr die Polizei zur Hilfe kam. Gegen den bereits polizeibekannten Jugendlichen richtet sich nun ein Strafverfahren.

Weitere handgreifliche Beziehungsstreitigkeiten anderer Personen spielten sich ebenfalls im Umfeld der Annakirmes auf öffentlichen Straßen ab. Nur so mancher Zusammenprall beim Autoscooter ging auch ohne polizeiliche Intervention gut aus.

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